Meine Katzen

Neben den Meerschweinchen gehört meine besondere Liebe auch den Katzen.

Meine erste Katze bekam ich im November 1991. Es war ein kleiner, roter Kater der bei uns hier am Haus ausgesetzt wurde. Ich nannte ihn Charly. Nach ewigem Hin und Her durfte ich ihn dann schließlich behalten.

Mit ihm fing meine Liebe zu Katzen an und ich hatte als Kind außer ihm noch 4 andere Katzen. Die letzte davon, Piri, lebt heute noch bei meiner Oma.

Als ich dann in die erste eigene Wohnung zog holte ich mir die 2 ersten eigenen Katzen - das Geschwisterpärchen Mila und Jambo.

Und hier möchte ich jetzt meine beiden Katzen Mila und Felix bißchen genauer vorstellen.

 

Mila

 

Mila ist am 17. April 2003 geboren und lebt seit Juni 2003 bei mir. Wir haben sie damals zusammen mit ihrem Bruder Jambo zu uns geholt. Mila ist eine sehr sensible Katze. Für eine Katze ist sie recht gut erzogen. Sie wei� genau was sie darf und was nicht. Sie wei� auch was "Nein" bedeutet und h�rt meistens auch drauf. 

 

Mila ist keine Katze f�r jedermann. Sie hat zwar noch nie gebissen oder die Krallen ausgefahren, aber auf den ersten Blick haben die meisten Leute eine total falsche Meinung von ihr. Sie kommt nicht gleich schnurrend auf jeden zugelaufen, sondern l�uft erstmal weg wenn ein Fremder sie streicheln will. Und deswegen sagen viele "Die ist ja bl�d, die l��t sich ja garnicht streicheln." Sie ist aber nicht bl�d, sondern wartet zuerst ne Weile ab und beobachtet die Person. Wenn man sie dann selber kommen l��t und nicht jedes Mal krampfhaft versucht sie zu streicheln, dann kommt sie auch.

Sie ist auch sonst sehr feinf�hlig. Sie merkt es sofort wenn ich wegen irgendetwas traurig bin oder sogar weinen mu�. Sie kommt dann immer maunzend zu mir und will schmusen und gestreichelt werden.

 

Sie ist auch schlau und intelligent und schafft Dinge, die noch keine andere Katze geschafft hat. Sie schafft es auf einem T�rrahmen zu balancieren um auf einen bestimmten Schrank zu kommen! Nicht auf der T�re selber, auf dem T�rrahmen! Dann klettert sie auch an den Jacken an der Garderobe hoch und dann noch �ber einen doch recht gro�en Vorsprung um oben auf der Garderobe zu schlafen.

 

Milas Bruder Jambo war ein Grautiger. Er war auch ein sehr lieber Kater und ging im Gegensatz zu Mila immer gleich freundlich auf fremde Leute zu. Er h�rte auch sehr gut auf seinen Namen und war besonders nachts wachsam wie ein Hund. Er schlief nachts immer in meinem Bett auf dem Kopfkissen. Sobald er ein Ger�usch h�rte hob er sofort den Kopf und spitzte die Ohren.

Leider war ihm keine lange Zeit bei uns verg�nnt. Jambo war ein reiner Wohnungskater, kastriert, geimpft und gut gen�hrt. Meine fr�heren Katzen waren alles Freig�nger und starben keine sehr sch�nen Tode. Einer starb in einer Marderfalle, eine wurde �berfahren und eine andere wurde �belst verschlagen. Nur die letzte wurde wegen unheilbarer Krankheit beim Tierarzt eingeschl�fert. Ich dachte immer da� die Wohnungshaltung von Katzen mich vor pl�tzlichen Todesf�llen bewahrt. Doch an dem Tag als Mila und Jambo 11 Monate alt wurden lehrte mich das Schicksal eines Besseren.

Ich erinnere mich noch genau an den Tag an dem mich Mila morgends mit ihrem nervt�tenden Miauen so genervt hat da� ich sie aus dem Schlafzimmer geschmissen hab. Wenn ich ihrem Miauen mehr Beachtung geschenkt h�tte w�rde es heute vielleicht anders aussehen. Vielleicht, ich wei� es nicht.

Der Wecker klingelte dann irgendwann und mein damaliger Freund stand auf und wunderte sich schon warum Jambo noch nicht auf der Matte steht und nach seinem Fr�hst�ck verlangt. Er ging dann in das noch dunkle Wohnzimmer und sah Jambo auf dem Sessel liegen. Dann wunderte er sich ein zweites Mal warum Jambo noch nicht aufgestanden ist. Er machte den Rollladen hoch, ging n�her zu Jambo hin und wu�te dann warum Jambo nicht aufstand. Unser Jambo atmete nicht mehr. Er war tot. Er ist gestorben. Einfach so.

F�r mich war das so ein Schock da� ich tagelang nur noch neben mir stand. Ich h�tte mich echt ohrfeigen k�nnen daf�r, da� ich nicht auf Milas Miauen reagiert habe. Sie wollte mir sagen da� da was nicht in Ordnung ist. Ob Jambo zu diesem Zeitpunkt noch lebte wei� ich nicht. Wir haben ihn nat�rlich obduzieren lassen weil wir wissen wollten an was er gestorben ist. Das Ergebnis machte uns auch nicht schlauer. Er starb an einem Herzstillstand, aber warum?? Keiner konnte uns sagen warum ein kerngesunder, 11 Monate alter Kater an einem Herzstillszand stirbt.

 

Naja, aber das Leben mu�te weitergehen. F�r uns und auch f�r Mila. Im Mai 2004 gingen wir dann wieder zu der Familie wo wir Mila und Jambo im Jahr zuvor geholt hatten. Wir hofften da� sie wieder kleine K�tzchen hatten, und sie hatten tats�chlich welche. Es waren 3 Kleine. 2 Kater und 1 K�tzin. Die K�tzin war leider schon vergeben und wir mu�ten uns zwischen den beiden Buben entscheiden. Die Entscheidung dauerte aber nicht lange. Wir entschieden uns f�r das kleine grau- wei� getigerte Katerchen, das ein fast ganz wei�es Gesicht und nur eine schwarze Nase hatte.

Ab diesem Tag bereicherte Rico unser Leben. Es dauerte nur paar Tage bis Mila ihn akzeptiert hatte. Die beiden liebten sich ab da hei� und innig. Rico war ein sehr anh�nglicher und verschmuster Kater und konnte die ersten Tage kaum alleine bleiben. Sobald er merkte da� keine Menschen mehr um ihn rum waren fing er an herzerweichend zu weinen. Aber manchmal mu�ten wir halt doch fort und ihn alleine la�en. Aber daf�r war die Wiedersehensfreude umso gr��er. Als wir dann in der Anfangszeit immer nachhause kamen h�rten wir ihn schon maunzen bevor wir in der Wohnung waren. Wir blieben im Flur stehen und riefen ihn. Und dann rannte er immer so schnell ihn seine kleinen F��chen tragen konnten auf uns zu und schnurrte wie ein Weltmeister.

Ja, unser Rico war schon ein sehr liebes K�tzchen. Aber auch er durfte leider nicht sehr alt werden. Im November 2004, als er gerade 7 Monate alt war wurde er sehr schwer krank. Angefangen hatte es damit da� er den ganzen Tag auf dem Aquarium schlief und nicht mal zum fressen aufgestanden ist. Beim Tierarzt kam dann heraus da� er sehr hohes Fieber hatte. Nur wo das Fieber herkam wu�te zu dem Zeitpunkt noch keiner. Die Tier�rztin hatte zwar einen Verdacht, aber da wollte noch keiner dran denken. Er bekam Medikamente und es wurde ihm Blut abgenommen. Es ging ihm aber einfach nicht besser. Er fra� nichts mehr, schlief nur noch. Das Ergebnis der Blutuntersuchung best�tigte dann den Verdacht der Tier�rztin. Das Blut wurde auf FIP, Leukose und Katzenaids (FIV) untersucht und alles war positiv. Er war also mit den 3 schlimmsten Katzenkrankheiten infiziert. Wir wollten es aber trotzdem versuchen und er bekam weiterhin Spritzen und Medikamente die das Fieber senken sollten. Ein paar Tage sah es dann auch so aus als ob er es nochmal packen w�rde. Er war wieder munter, hat gefressen und das Fieber ging auch runter. Doch dann pl�tzlich lag er eines Morgends mehr tot als lebendig in meinem Bett. Er stand auch nicht mehr auf. Wir probierten 1 Woche lang nochmal alles um ihn �ber den Berg zu bringen, aber es war zum Schlu� aussichtslos. W�re er nicht mit allen 3 Krankheiten infiziert gewesen h�tte er es nochmal �berleben k�nnen, aber durch das FIV (Immunschw�che) brach zum Schlu� das FIP vollends aus. Rico fing schon an abzumagern und hatte auch schon den f�r FIP typischen Wasserbauch. Es war zum Schlu� wirklich nicht mehr sch�n mitanzusehen wie dieser junge Kater sich qu�lte und deshalb lie�en wir ihn einschl�fern.

Ich glaube er hat auf diesen Tag schon lange gewartet, denn die ganzen Tage vorher war er richtig ruhelos und tigerte nur noch hin und her. Aber an diesem Tag war er richtig ruhig und kam noch einmal zuerst zu mir zum schmusen und dann ging er zu meinem damaligen Freund zum schmusen. Und dann legte er sich in den offenen Transportkorb hinein und wartete nur noch darauf da� wir zum Tierarzt gingen. Dieser Gang fiel mir wirklich nicht leicht, aber ich blieb bei ihm bis er endg�ltig eingeschlafen war.

Leider hab ich von Jambo und Rico keine Bilder mehr. Seit einem PC- Crash Ende letzten Jahres haben die Bilder sich ins Jenseits verabschiedet.

 

Felix

 

Aber auch nach Ricos Tod ging das Leben weiter. Nach ca. 4 Wochen mit nur 1 Katze hab ich Ausschau nach kleinen K�tzchen gehalten. Aber Mitte Dezember gestaltet sich so eine Suche recht schwierig. Die meisten kleinen K�tzchen werden im Sommer geboren und nicht im Winter. Ich war schon richtig verzweifelt weil ich einfach nirgends kleine K�tzchen fand. Aber dann eines Tages entdeckte ich beim einkaufen am schwarzen Brett einen Aushang auf dem stand da� 4 kleine K�tzchen zu verschenken sind. Nachdem ich dort angerufen hatte konnten wir die kleinen K�tzchen auch besuchen kommen. Es waren 4 kleine Katerchen, 2 schwarz- wei�e und 2 grau- wei�e. Nachdem ich aber in 1 Jahr 2 Kater verloren hab, wollte ich keinen Kater mehr. Irgendwie war ich der Meinung da� ich mit K�tzinnen mehr Gl�ck hatte. Mila war f�r mich der beste Beweis. Nachdem diese 4 Kater aber scheinbar echt die letzten in dem Jahr waren blieb mir nichts anderes �brig als doch wieder einen Kater zu nehmen. Aber dann wollte ich wenigstens nicht schon wieder einen grau- wei�en. Jambo war grau und lebte nicht lange und Rico war grau- wei� und lebte auch nicht lange. Also beschlo� ich einen der beiden schwarz- wei�en zu nehmen. Ich besch�ftigte mich ziemlich lange mit den beiden Katern, und als ich mich dann f�r den ruhigeren der beiden entschieden hatte sagte mir die Besitzerin da� dieser aber schon f�r jemand anderen reserviert war. Na toll! Dann blieb f�r mich nur noch der eine Kater mit der komischen Zeichnung im Gesicht �brig. Mir passte das ja garnicht, aber wenn ich unbedingt ein kleines K�tzchen haben wollte mu�te ich ja wohl oder �bel den nehmen.

 

Dieser kleine Kater war dann unser Felix. Wenn ich damals gewu�t h�tte was f�r einen Satansbraten ich mir mit diesem Kater ins Haus hole, h�tte ich wohl doch einen der grau- wei�en genommen.

Zuhause angekommen lie� ich das 9 1/2 Wochen alte Katerchen aus dem Transportkorb und wartete bis die Katzen sich das erste Mal begegneten. Ich wu�te ja da� Mila eine sehr liebe Katze ist und anderen Katzen nichts macht. Sie faucht und knurrt andere Katzen zwar an, aber das wars dann auch schon. Ok, die beiden Katzen begegneten sich und mir rutschte kurz das Herz in die Hose. Da stand doch tats�chlich dieser kleine schwarz- wei�e 3 K�se- Hoch vor unserer Mila und fauchte, knurrte und spuckte wie ein Gro�er und gab die besten Jault�ne von sich die ich sonst nur von Katerk�mpfen kannte. "Das wird nie was" dachte ich mir.

 

Doch nach einigen Tagen hatte sich das schwarze, kleine Monster mit Mila angefreundet. Das einzigste was mir noch Sorgen bereitete, war sein Verhalten uns Menschen gegen�ber. Er lie� sich einfach nicht anfassen. Jedes Mal wenn man ihn ber�hrte fuhr er gleich die Krallen aus. Auch wenn er m�de wurde und sich aus freier Entscheidung heraus zu uns aufs Sofa legte durfte man ihn nicht anfassen. Er schnurrte zwar wenn er bei uns in der N�he war, aber sobald man ihn dann streicheln oder kraulen wollte gab er richtige Jault�ne von sich und schnappte nach einem. Wir bekamen echt den Eindruck als ob er Schmerzen h�tte wenn man ihn anfasste, oder da� er zumindest irgendwas B�ses mit gestreichelt werden assoziierte.

 

Aber mit der Zeit legte er dieses Verhalten ab, und heute w�rd ich ihn f�r nichts auf der Welt wieder hergeben! Er ist ein richtiger Schatz geworden. Man kann ihn auch nicht mit Worten beschreiben, diesen Kater mu� man wirklich erleben. Er ist gleichzeitig Schmuser, Tollpatsch, Trampeltier, Grobmotoriker und Quatschkopf in einer Katze.

 

Er hat sich auch schonmal in eine sehr lebensbedrohliche Situation gebracht. Am Morgen des 29.3.05 vernahm ich im Schlaf ein kl�gliches St�hnen. Dieses St�hnen war richtig laut und durchdringend. Als ich dann schlie�lich merkte da� dieses St�hnen real war und nicht in meinem Traum vorkam stand ich auf. Ich hatte so eine komische Vorahnung und ging zum Vorhang am Schlafzimmerfenster. Und dann sah ich die Bescherung. Mein Felix hing doch tats�chlich im gekippten Fenster fest! Er hing da wie ein nasser Sack, mehr tot als lebendig. Ich wu�te in diesem Moment echt nicht genau was ich tun sollte. Ich ging zu ihn hin und versuchte ihn nach oben zu dr�cken. Aber er war schon so tief in den Spalt gerutscht da� ich ihn alleine da nicht befreien konnte. Ich heulte wie ein Schlo�hund und fing pl�tzlich an meinen Freund anzuschreien. Der lag ja noch im Bett und bekam von dem ganzen nichts mit. Aber scheinbar mu�te er meine Schreie doch irgendwie wahrgenommen haben, denn urpl�tzlich stand er neben mir und dr�ckte Felix mit einem Ruck nach oben aus dem Spalt raus. Puh! Felix war befreit, lebte noch und lief ganz normal durch die Wohnung als ob nicht gewesen w�re. Er hatte nichtmal einen Schrammen von der Aktion abbekommen, im Gegensatz zu mir. Ich hatte am rechten Unterarm ziemlich tiefe Kratzwunden die mir Felix in seiner Todesangst zugef�gt hatte. Ja ja, so ist Felix halt.

 

Gratis Homepage von Beepworld
 
Verantwortlich für den Inhalt dieser Seite ist ausschließlich der
Autor dieser Homepage, kontaktierbar über dieses Formular!